Schweiz
- Rolf
Bänteli, Dr. sc. nat. 8057 Zürich, Craniosacral Therapeut
Cranio Suisse®. Craniosacral Therapie, gewaltfreie Kommunikation,
Weiterbildung in Trauma-Arbeit (EMR und ASCA anerkannt).
- Manuela
Gomringer 8180 Bülach, Organisations- und Teamentwicklung,
Prozessbegleitung, Coaching und Seminare zu Führung, Kommunikation
und Sozialkompetenz.
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Die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) ist ein Konzept, das von
Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde. Es soll Menschen ermöglichen,
so miteinander umzugehen, dass der Kommunikationsfluss zwischen ihnen
verbessert wird. GfK kann sowohl bei der Alltags-Kommunikation als
auch bei der friedlichen Konflikt-Lösung im persönlichen,
beruflichen oder politischen Bereich hilfreich sein. Sie versteht
sich nicht als Technik, die andere Menschen zu einem bestimmten Handeln
bewegen soll, sondern als Grundhaltung, bei der eine wertschätzende
Beziehung im Vordergrund steht. Synonyme sind Einfühlsame Kommunikation,
Verbindende Kommunikation, Sprache des Herzens, Giraffensprache.
Die GfK steht in der Tradition der klienten-zentrierten Gesprächstherapie,
die von Rosenbergs Lehrer Carl Rogers entwickelt wurde. Das aktive
Zuhören steht bei Rogers im Mittelpunkt, die GfK geht jedoch
über den gesprächstherapeutischen Rahmen hinaus. Beeinflusst
ist die GfK auch von Mahatma Gandhi und seinen Überlegungen zur
Gewaltfreiheit, ahimsa genannt, die auf den Upanishaden basieren.
Viele Elemente der GfK finden sich auch in anderen Konfliktlösungstechniken,
wie im Gütekraft-Konzept von Martin Arnold, der Mediation und
den Win-Win-Strategien.
Empathie ist nach Rosenberg eine Grundvoraussetzung gelingender Kommunikation.
Er geht davon aus, dass die Form, in der Menschen miteinander kommunizieren,
einen entscheidenden Einfluss darauf hat, ob sie Empathie für
ihr Gegenüber entwickeln und ihre Bedürfnisse erfüllen
können. Außerdem nimmt er an, dass Menschen unter freien
Bedingungen die empathische Verbindung zum Mitmenschen suchen. Die
GfK soll helfen, sich ehrlich auszudrücken und empathisch zuzuhören.
Sie ist auf die Bedürfnisse und Gefühle gerichtet, die hinter
Handlungen und Konflikten stehen. Sie ist weniger als eine Kommunikations-Technik
zu betrachten, sondern mehr als eine Bewusstwerdung über Möglichkeiten
des empathischen Kontaktes. Dabei ist es nicht nötig, dass beide
Kommunikationspartner GfK anwenden.
Rosenberg nimmt an, dass jeder Mensch gern bereit sei, etwas für
einen anderen Menschen zu tun, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt
sind (z. B. die Anfrage als Bitte formuliert ist und nicht als Forderung,
er nicht den Eindruck hat, dadurch eine Pflicht abzuarbeiten oder
den anderen in eine Pflicht zu setzen etc.). Dieses Menschenbild
geht auf die der humanistischen Psychologie entlehnte Haltung zurück,
in einer schädigenden Aktion eines Individuums nicht den Ausdruck
des inneren Wesens zu sehen, sondern die fehlgeleitete
Strategie eines eigentlich positiven Impulses (Rosenberg bezieht
sich besonders auf Carl Rogers). So nennt Rosenberg jede Form von
Gewalt einen tragischen Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses.
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