Integrative Bewegungstherapie, Bewegung, Petzold, Leibtherapie, Bewegungspädagogik
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Bewegungstherapie
Bewegungspädagogik


Grundlagen der Integrativen Bewegungstherapie nach Petzold (1988)

Die Integrative Bewegungstherapie wird als ganzheitliches Verfahren verstanden, das den Menschen in seiner Körperlichkeit, seinen Gefühlsregungen, seinem sozialen Umfeld und seinen geistigen Zielen erreichen will. Leider wird die Integrative Bewegungstherapie oft einer gymnastischen Methode gleichgesetzt, die vor allem auf den Körper und seine Aktivitäten gerichtet ist. Wir wissen aber, dass Bewegung den ganzen Menschen ausdrückt. Körperbild, Gesichtsausdruck und Gestik spiegeln auch etwas von der Geisteshaltung, der inneren Stimmung wieder. Petzold erwähnt, dass ein Gesprächpsychotherapie, die nur auf der sprachlichen Ebene arbeitet und dabei vergisst, dass der Mensch eine körperliche Dimension hat, genauso unvollständig ist, wie eine Bewegungstherapie, die sich aus gymnastischen Uebungen zusammensetzt und die seelische Dimension des Menschen vergisst. Die Integrative Bewegungstherapie versteht die verschiedenen Bereiche des Menschen nicht nebeneinander, sondern miteinander verbunden. Die Gesamtgestalt des Menschen beinhaltet die körperlichen, geistigen, sozialen und psychischen Anteile. Wir reden in diesem Zusammenhang auch von den Säulen der Identität.
Das sind:

1. Der Leib als Körper und sozialer Körper
2. Das soziale Netzwerk
3. Arbeit und Leistung
4. Materielle Sicherheit
5. Werte, Sinn.

Die enge Verknüpfung der einzelnen Elemente kommt vor allem beim kranken oder behinderten Menschen zum Ausdruck. In der Arbeit mit körperlich behinderten Kindern spüren wir die Zusammenhänge in jeder Bewegungsstunde. Aus verschiedenen Handicaps resultieren Störungen im sozialen Kontakt. Die Kinder sind darauf angewiesen dass das soziale Netzwerk stimmt. Sie brauchen einen sozialen Rahmen, der ihre Situation einbezieht und mit den speziellen Bedingungen vertraut ist. Ist das nicht, oder ungenügend der Fall, kann es zu massiven Störungen kommen.

Der Leib wird als Grundlage aller Lebensprozesse, auch der emotionalen, der kognitiven und sozialen zum Ausgangspunkt des therapeutischen Handelns in der Integrativen Bewegungstherapie (Metzmacher, 1987). In der bewegungstherapeutischen Arbeit mit Kindern heisst das, durch Wahrnehmungsübungen, durch Kontaktübungen vorhandene Potentiale zu unterstützen und zu fördern.

Bewegungstherapie ist auch Begegnungstherapie, das heisst, sich in Beziehung setzen, in Ko-respondenz stehen.

(Text mitgeteilt von Ida Herzig, 8454 Buchberg)




Hans Becker: Konzentrative Bewegungstherapie. Integrationsversuch von Körperlichkeit und Handeln in den psychoanalytischen Prozess.

Während sogenannte Körpertherapien noch in den 70er Jahren unter Psychoanalytikern mit der Etikettierung »Abstinenzverletzung« oder »Agieren« im antianalytischen Sinne gehandelt wurden, gilt es heute als Selbstverständlichkeit und Basis für einen Psychoanalytiker, Selbsterfahrung und Kenntnisse in körpertherapeutischen Psychotherapieverfahren zu haben. Dies ist notwendig und gut, da Grundvoraussetzung für Indikationsstellung und therapeutische Kooperation.

Groddeck, von Weizsächer, Ferenczi, Reich, Balint, Winnicott und nicht zuletzt die kinderanalytischen Schulen beginnend bei Anna Freud, sind von Beginn der Psychoanalyse oder unausgesprochen auch sogennante Körperpsychotherapeuten gewesen.
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Bettina Hausmann, Renate Neddermeyer: Bewegt sein. Integrative Bewegungs- und Leibtherapie in der Praxis.

Mit diesem Buch liegt das erste ausführliche Praxisbuch zur unmittelbaren Anwendung der von Hilarion Petzold und seinen MitarbeiterInnen am Fritz Perls Institut entwickelten «Integrativen Leib- und Bewegungstherapie» vor. Sein Schwerpunkt ist die erlebniszentrierte Arbeit, anwendbar in der Persönlichkeitsentwicklung wie in der klinischen Praxis.
Der Einsatz der Methode reicht von der Arbeit mit Kindern bis zu der mit alten Menschen, von Gesunden über die mit Neurotikern, Psychosomatikern bis zu Psychotikern. Je nach Klientel kann die Methode eingesetzt werden zur Entfaltung der Persönlichkeit, zur Prävention und Stabilisierung und zur Heilung.
Das Buch ist aus der praktischen Erfahrung entstanden und für die Praxis geschrieben. Die kurze Darstellung des theoretischen Hintergrundes untermauert, gliedert und systematisiert das vielfältige und reichhaltige Repertoire der Übungs- und Erlebnisangebote.
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Praxis-Verzeichnis
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Schweiz


3000
- Yama Künzler 3013 Bern, dipl. Bewegungstherapeutin. Emotionale Selbstwahrnehmung durch Körperarbeit - die erste Dimension des Erfolgsfaktors EQ.

- Ka Berger Walliser 3097 Bern/Liebefeld, Bewegungspädagogin dipl. SBTG/BGB III, eidg. FA Gymnastikstudioleiter/In, dipl. Praktizierende der Spiraldynamik. Studio TanzRäume in Bern/Liebefeld "Bewusst bewegen". Körperarbeit mit spiraldynamischem Hintergrund.

4000
- Claudia Amherd 4051 Basel, Beckenbodenzentrum. Praxis für Beckenbodentraining, Geburtsvorbereitung und Rückbildungsgymnastik. Wir arbeiten mit Frauen und Männern und sind spezialisiert auf Beschwerden wie Inkontinenz, Organsenkungen, Vaginismus, Orgasmusstörungen, Erektionsstörungen, Rückenbeschwerden usw. Personal Training und fortlaufende Kurse.

5000
- Dieter Bigler 5102 Rupperswil, Bewegungstherapeut. Auf dem Hintergrund von Spacial Dynamics® und Bothmer-Gymnastik® biete ich Bewegungstherapie an. Lernen, Schmerzen durch "Urgesten" zu behandeln und in den Griff zu bekommen.

6000
- Anna Zimmermann 6300 Zug, Physio-Tanztherapeutin. Schule für Tanz und Bewegungstherapie. Praxis für Physio und Bewegungstherapie.

8000

- Barbara Altwegg 8001 Zürich, Dipl. psych. Beraterin, eidg. dipl. Psychomotorik-Therapeutin ASTP. Focusing-Trainer, Focusing Institute New York. Bei meiner Arbeit handelt es sich um die gemeinsame Entdeckung der individuellen, seelisch-körperlichen Zusammenhänge (bei MusikerInnen auch im Zusammenhang mit ihrem Instrument). Das beratende psychologische Gespräch wird ergänzt oder begleitet durch die Aktivierung des Atembewusstseins und Uebungen der body awareness und der Alexandertechnik.

- Yvonne Glogg 8006 Zürich und 8914 Aeugstertal. Craniosacral Therapie, Trager, Trauma-Arbeit, Bewegungspädagogik, Massagen, Massagekurse.

- Claudia Christen 8001 Zürich, dipl. Tanz- und Bewegungspädagogin. Tanzimprovisation, Authentic Movement, Körperbewusstsein und Selbstwahrnehmung. Körperarbeit u.a., Ideokinese/Franklin-Methode und Spiraldynamik. Gruppen und Einzelarbeit.
- Myriam Uscher 8055 Zürich-Wiedikon, Dipl. Bewegungs- und Tanztherapeutin. Psychologische Praxis: Therapeutische Einzelbegleitung, Bewegungstherapie, Naturtherapie, Achtsamkeitspraxis, Meditation.
- Ida Herzig 8454 Buchberg, Integrative und klinische Bewegungstherapie FPI - Erwachsenenbildung - Aikido.
- Irene Marti 8634 Hombrechtikon, Dipl. Lehrerin für Qi Gong und Tai Ji, Dipl. Bewegungspädagogin SBTG, Ausgebildet in Tanzpädagogik und Meditation. Qi Gong ist eine uralte chinesische Methode zur Erhaltung der Gesundheit. Fliessende, harmonische Bewegungsabläufe und Meditationen fördern die Konzentrationsfähigkeit und dienen der persönlichen Entwicklung. Laufende Kurse, Workshops, Privatlektionen, Vorträge.
- Jeannette Ott 8912 Obfelden, Masseurin, Bewegungspädagogin. Massage, Bewegung, Tanz, Franklin-Methode, Gruppenkurse.

- Yvonne Glogg 8914 Aeugstertal und 8006 Zürich. Craniosacral Therapie, Trager, Trauma-Arbeit, Bewegungspädagogik, Massagen, Massagekurse.

9000
- Sabine Suter-Bach 9325 Roggwil, Praxis für Tanz - und Bewegungstherapie nach der Psychosomatischen Funktionslehre, Berufsverband PSFL, NVS-A-Mitglied, Dachverband Xund.

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