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| - Eva Straub
3006 Bern, Praxis für Körperarbeit: Anti-Gymnastique
- Körperarbeit nach Thérèse Bertherat. Einzelsitzungen
und Gruppen. |
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Der Begriff Anti-Gymnastique soll Ausdrücken, dass bei
dieser Körperarbeit Gymnastik nicht verstanden wird als
Ertüchtigung und Stärkung des Körpers, als
Fitness und Konditionstraining. Im Gegenteil wird hier sehr
aufmerksam und liebevoll gearbeitet - im Bewusstsein der Verantwortung,
die wir für unseren Körper und unsere leibseelische
Gesundheit haben. Anti-Gymnastique ist eine ganzheitliche
Körperarbeit, die von Thérèse Bertherat, basierend
auf den anatomischen Grundprinzipien von F. Mézières,
geschaffen wurde.
Das wichtigste dieser Grundprinzipien von Mézières
sagt aus, dass wir unser körperliches Gleichgewicht nicht
durch die Kraft unserer Rückenmuskulatur aufrecht erhalten,
sondern durch ein Verschieben der Körpermassen (Kopf
nach vorne, Rücken nach hinten, Bauch nach vorne). Diese
Verschiebung überträgt sich auf die Wirbelsäule
und verstärkt die sogenannten Lordosen (konkave Krümmungen,
besonders Hohlkreuz und verkürzter Nacken). Nicht schwache
Rückenmuskulatur, sondern die Lordose ist verantwortlich
für Haltungsschäden, Rundrücken (Buckel) und
auch für die Skoliose (Seitwärtsverkrümmung
der Wirbelsäule).
Die Lordose geht auch immer einher mit einer Innenrotation
der Arme und Beine und daraus sich ergebenden hängenden,
eingedrehten Schultern, nach innen gedrehten Knien und Fuss-Deformationen.
Durch Dehnung der gesamten Rückenmuskulatur kann die
Lordose korrigiert werden, was sich positiv auf unser Gleichgewicht
auswirkt. Ziel im Anti-Gymnastique ist also nicht die Stärkung
der Rückenmuskulatur, sondern die Erhöhung ihrer
Gelöstheit und Beweglichkeit. |
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