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Rudolf Steiner lehrt einen Aufbau des Menschen aus vier Wesensgliedern,
deren geistige Kräfte sowohl die leibliche Konstitution als
auch die seelisch-geistige Innenwelt schaffen:
- physischer Leib
- Aetherleib
- Astralleib
- Ich
Im gesunden Menschen wirken diese vier Komponenten harmonisch
zusammen. Krankheit entsteht dann, wenn das Gleichgewicht der
vier Wesensglieder durch inneren oder äusseren Einfluss gestört
wird. Diese Störungen werden aus dem individuellen Schicksal
des Einzelnen verstanden.
Der Behandlung liegt der Gedanke zugrunde, dass der Mensch in
seiner Entwicklung gemeinsame Ursprünge mit Mineralien, Pflanzen
und Tieren aufweist. Heilmittel wirken durch eine Wechselbeziehung
zwischen dem Menschen und der aussermenschlichen Natur. Bevorzugt
werden Heilmittel, die den Natursubstanzen unmittelbar nahestehen.
Verschiedene Heilmittel werden auch nach dem homöopathischen
Verfahren potenziert.
Ergänzend zur medikamentösen Behandlung dienen auch
künstlerische Betätigung, insbesondere die Bewegungskunst
der Heil-Eurythmie.
Eurythmie ist eine anthroposophische Bewegungstherapie, die vor
allem der Harmonisierung zwischen physischem Leib und Ich dient.
Musik und Sprache werden dabei in tanzähnliche, choreographierte
Bewegungen umgesetzt, die auf bestimmten musikalischen Noten oder
Klängen basieren.
In den von Steiner begründeten Waldorf-Schulen ist Eurythmie
Teil des Schulprogramms.
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